Blutegel-

therapie

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Bei der Blutegeltherapie werden Egel lokal am erkrankten Körperteil angesetzt. Während des  Saugens geben sie über zwanzig verschiedene Wirkstoffe mit ihrem Speichel ab. Die Wichtigsten sind Hirudin, Calin, Eglin sowie histaminähnliche Substanzen, die gerinnungs- und entzündungshemmende sowie durchblutungsfördernde und gefäßerweiternde Wirkung haben. Eine weitere Wirkung ist das lange Nachbluten nachdem der Egel abgefallen ist, wodurch die Therapie einem langsamen, sanftem Aderlass gleichkommt.

Blutegel zählen zu den zulassungspflichtigen Fertigarzneimitteln, mit dem nur nicht lebensmittelliefernde Tiere behandelt werden dürfen. Deshalb verwende ich zur Behandlung ausschließlich medizinische Egel aus der Biebertaler Blutegelzucht GmbH.

Indikationen für eine Blutegeltherapie sind: 

  • alle Arten von akuten und chronischen Entzündungen 

  • schlechte Wundheilung 

  • postoperative Narben 

  • Abszesse 

  • Hirudopunktur (Egel auf Akupunkturpunkte setzen)

  • Allergien 

  • Ekzeme 

  • Bandverletzungen 

  • Patellafixation 

  • Hufrehe 

  • Gallen, Piephacken 

  • Hufrollenentzündung 

  • Gleichbeinlahmheit 

  • Mauke 

  • Nervenquetschungen 

  • Sattel- und Gurtdruckstellen 

  • Schale 

  • Spat 

  • Thrombophlebitis 

Um dem Gesetzgeber genüge zu tun, weise ich darauf hin, dass die von mir angewandten Therapieverfahren zum Teil nicht wissenschaftlich bewiesen sind und von der Schulmedizin somit nicht anerkannt werden.  Die Blutegeltherapie ersetzt nicht die notwendige Therapie durch den Tierarzt. Ich gebe kein Heilversprechen.